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Niehaus stellt „Spielregeln“ auf

Seit Montag, dem 20. April 2020, dürfen die Einzelhandelsgeschäfte mit einer Verkaufsfläche von weniger als 800 Quadratmetern unter Einhaltung von Hygienevorschriften wieder öffnen. Um diese Hygienevorschriften einzuhalten, mussten die Lemgoer Einzelhändler vor der Öffnung ihres Geschäfts am Montag kurzfristig gewisse Vorkehrungen treffen und teilweise auch kleine Umbaumaßnahmen durchführen.

Auch Detlev Niehaus hält sich an die Vorgaben und hat in seinem Spielwarenhaus Niehaus gewisse „Spielregeln“ aufgestellt.
So soll sich beispielsweise jeder Kunde beim Betreten des Geschäfts zunächst die Hände desinfizieren und sich einen Einkaufskorb nehmen. „Montagmittag gab es einen regelrechten Ansturm auf unseren Laden. Da kamen wir auf die Idee eine gewisse Anzahl an Einkaufskörben an den Eingang zu stellen. Diese sind als Eintrittskarte zu sehen“, so Geschäftsinhaber Detlev Niehaus. Die Einkaufskörbe sollen dazu dienen, die Menge an Kunden im Laden zu regulieren. Pro Einkaufskorb sind maximal zwei Personen zulässig. Sobald kein Einkaufskorb mehr am Eingang steht, werden die Kunden gebeten, draußen vor dem Geschäft zu warten und dürfen dann einzeln eintreten sobald ein anderer Kunde das Geschäft wieder verlässt.

Zudem wurde ein Einbahnstraßensystem zur Führung durch das Geschäft entwickelt. So zeigen Straßenschilder genau an, wo die Kunden langgehen können, um den Abstand zu anderen Kunden bestmöglich einzuhalten. Außerdem tragen die Mitarbeiter Masken und an der Kasse wurde ein Plexi-Glas-Schutz aufgestellt.

In dem Geschäft finden sich zudem an verschiedenen Stellen immer wieder Hinweisschilder mit der Bitte den Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten. Auch auf dem Weg zur Kasse sind auf dem Boden mit Klebeband Markierungen vorgenommen worden, um den vorgegebenen Abstand zwischen den Kunden in der Schlange garantieren zu können.

Während der Zeit, in der Detlev Niehaus sein Geschäft schließen musste, wurde neben eines Abholservices mit vorheriger Bestellung per Telefon oder über den Webshop, zusätzlich ein Lieferdienst per Fahrradkurier angeboten. „Diesen Lieferdienst bieten wir auch jetzt noch weiterhin an. Und dieser wird auch immer noch gut angenommen.“, so Niehaus.
Er berichtet außerdem, dass sich die Bestellungen über den eigenen Webshop, seit der Ladenschließung vermehrt haben. „Den Webshop hatten wir auch schon vor der Corona-Krise, allerdings wird dieser nun noch stärker genutzt.“

Detlev Niehaus sieht sich durch die Einhaltung der Hygienevorschriften im täglichen Geschäft nicht eingeschränkt und freut sich, dass auch die Kunden die Maßnahmen gut aufnehmen: „Die meisten Kunden halten sich direkt an die Vorschriften. Den ein oder anderen Kunden müssen wir zunächst noch einmal auf unsere Spielregeln hinweisen, da die Aufmerksamkeit zunächst dem Laden gilt und die Schilder im ersten Moment vielleicht noch nicht direkt wahrgenommen werden. Das wird von den Kunden dann aber gut aufgenommen und auch so umgesetzt.“
Leider gäbe es aber auch immer wieder vereinzelt Kunden, die die Maßnahmen noch nicht so ernst nehmen und sich nicht an die Vorgaben halten würden. „Da gibt es manchmal dann noch etwas Gesprächsbedarf.“, so Niehaus. „Mir ist es wichtig, unsere Mitarbeiter und auch unsere Kunden zu schützen. Wir haben auch schon viel Zuspruch und Lob für unsere Hygienemaßnahmen bekommen, was uns natürlich sehr freut.“